Galerie im Kurt-Schumacher-Haus
Müllerstraße 163, 13353 Berlin-Wedding
Ausstellungen 2011
Arbeiten auf Papier
Den Arbeiten, die wir in dieser Ausstellung zeigten, ist eines gemeinsam: sie sind alle auf
Papier entstanden.
Papier bietet in seiner künstlerischen Verwendung eine einzigartige Vielfalt und fordert die Künstler zu immer neuen Bearbeitungstechniken heraus.
Papier ist praktisch, preiswert, leicht, fügsam, es ist fast immer und überall zur Hand.
Papier erfordert kein aufwendiges Arbeitsmaterial, es reichen Stifte, Federn, Pinsel oder auch Scheren.
Auf
Papier entstehen Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, Gouachen sowie andere Techniken, sie sind leicht hingehaucht, skizzenhaft notiert, detailliert bearbeitet, oder auch dick mit Farbe wie auf Leinwand beschichtet.
Acht in Berlin arbeitende Künstler zeigten in unserer Galerie, wie sie auf Papier ihre künstlerische Botschaft verwirklicht haben:
Dauer der Ausstellung: 25.11. 2011 bis 11.1. 2012
Vernissage:
Freitag, 25. November 2011, 19 Uhr
Begrüßung und Einführung:
Eckhardt Barthel
Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler waren anwesend.
Finissage:
Diese Ausstellung endete am 11. Januar. Wir wollten sie diesmal nicht nur mit einem Glas Wein oder Wasser beschließen, sondern mit einer Diskussion über ein für die bildende Kunst wichtigen Thema:
Die Ausstellungsvergütung
Künstlerinnen und Künstler, solange sie nicht in der Liga von Richter, Rauch und Co. spielen, haben nicht nur das Problem, Ausstellungsmöglichkeiten zu finden. Wenn das gelingt, erhalten sie i.d.R. keinen Cent für ihre erbrachten Leistungen, wozu auch Transport, Hängung, Rahmen etc. gehören. Kneipiers bieten Künstlern an, ihre Bilder in ihrer Kneipe zu hängen, um diese dann als Künstlerkneipe zu vermarkten; Ärzte und Anwälte schmücken imagebeflissen ihre Praxen mit Kunst; in kommunalen Galerien erfüllen Künstler den kulturellen Bildungsauftrag der Kommunen etc. Geld gibt es keins, nur den vagen Hinweis auf die Chance, ein Bild zu verkaufen - was leider zu selten gelingt. Dies alles gilt bedauerlicherweise auch für unsere kleine Galerie. Ein gewichtiges Argument gegen eine Ausstellungsvergütung ist allerdings, dass vielleicht viele Ausstellungen nicht stattfänden, wenn eine Vergütung gezahlt werden müsste, sei es, weil die Veranstalter nicht zahlen können oder nicht zahlen wollen. Es gibt inzwischen aber Konzepte und Überlegungen, die beider Interessen gerecht werden könnten.
Eingeladen zu dieser Diskussion waren auch der Vorsitzende und der Geschäftsführer des BBK,
Herbert Mondry und
Bernhard Kotowski sowie die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler.

Ein wachsamer Chronist unserer Stadt: Paul Glasers Blick auf Berlin
Paul Glaser ist eine Berliner Institution. Seit vier Jahrzehnten begleitet seine Kamera das Leben in der Stadt zwischen Weltpolitik und Kiezproblemen und
schießt lokale Berliner Fotos. "Aber die Weltprobleme kamen zu mir in die Stadt. Ich brauchte sie nur zu fotografieren", sagt
Glaser. Früher als Andere hat er Berlin als Einwanderungsstadt begriffen, und so dokumentieren seine Fotografien in einzigartiger Weise die Veränderungen im Berliner Straßenbild nicht nur in städtebaulicher, sondern auch in kultureller Hinsicht. Das beginnt in Schwarzweiß im eingemauerten West-Berlin und führt hin zu der offenen und bunten Metropole, die die wiedervereinigte Hauptstadt heute ist.
Die Fotos wurden von Texten in Glasers eigenen Worten begleitet - direkt, ehrlich und gern politisch inkorrekt.
In Kooperation zwischen
ABI August Bebel Institut und
Kulturforum Stadt Berlin
Dauer der Ausstellung: 26. August bis 21. September 2011
Vernissage:
Freitag, 26. August 2011, 18 Uhr
Zur Eröffnung der Ausstellung waren anwesend:
- Paul Glaser
- Nikolaus Sander (Kulturforum)
- Daniela Honigmann (ABI)
- Norbert Meissner (Senator a. D.)
Begleitprogramm
Do 8. September 2011, 18-20 Uhr: Diavortrag "Wilde Zeiten"
Paul Glaser hat mit einem Diavortrag und seinen pointierten Kommentaren Hintergründe der Fotos beleuchtet, über längst vergangene, wilde Mauerzeiten erzählt und aufgezeigt, warum sie uns heute noch angehen. Einführung Hans Nisblé, Vorsitzender des AWO Landesverbands Berlin e.V.
Mi 21. September 2011, 19-21 Uhr: Wahlanalyse und Finissage
Die Finissage nutzten wir für eine Analyse der Wahlen vom 18. September 2011. Mit Blick auf das Ergebnis wurden die Relevanz der in der Ausstellung angesprochenen Themen diskutiert, so etwa die Veränderungen in der Arbeitswelt, Freiheiten und Rechte von Bürger/innen und die Bedingungen einer multikulturellen Gesellschaft. Mit Prof. Dr. Oskar Niedermayer und Prof. Dr. Nils Diederich.
Mehr Informationen über Paul Glaser
Berliner Bilder und Skizzen einer Ägyptenreise
von Matthias Koeppel & SOOKI

Matthias Koeppel und seine Frau SOOKI sind in den Jahren ihrer künstlerischen Zusammenarbeit zu einer Berliner Institution geworden. In der Wittelsbacher Str. 28 in Wilmersdorf unterhalten sie die Galerie SMK, eine gemeinsame Produzentengalerie. Mit Spannung warten Freunde ihrer Kunst auf die Präsentation neuer Bilder, die dort ausgestellt werden.
Wir haben das Glück, Ihnen in unserer "Galerie im Kurt-Schumacher-Haus" neuere Arbeiten von beiden zeigen zu können, die unterschiedliche Themenbereiche und gleichzeitig verschiedene Maltechniken nebeneinander stellen. Gemeinsam haben die Berliner Bilder und die Skizzen einer Reise nach Ägypten, dass sie in ihrer Weltbetrachtung die Bedeutung historischer Situationen verfremden und mit einer den Betrachter oft überraschenden Ironie beschreiben.
Dauer der Ausstellung: 29. April bis 19. Mai. 2011
Vernissage:
Freitag, 29. April 2011, 18 Uhr
Zur Eröffnung der Ausstellung sprach Winfried Sühlo mit SOOKI und Matthias Koeppel über ihre künstlerische Arbeit in Berlin und über die aufregende Reise in das Land der Pharaonen.
Finissage:
Donnerstag, 19. Mai 2011, 18 Uhr
SOOKI und Matthias Koeppel führten uns durch ihre Ausstellung und erläutern die einzelnen Werke.
Mehr Informationen über die ausstellenden Künstler und ihre Kunstwerke.
Besuchen Sie auch
www.sookikoeppel.de und
www.matthiaskoeppel.de.
Künstlerinnen und Künstler der Kolonie Wedding
Welthauptstadt der Kunst - mit diesem verpflichtenden Titel schmückt sich Berlin - zu Unrecht? Der Anspruch gründet nicht zuletzt auf der großen Zahl hier lebender und arbeitender Künstler/innen: etwa 5-6 Tausend. Wie viele von ihnen kennen wir, außer denen, deren Werke in großen Museen und Galerien hängen? Im Wedding haben viele ihr Atelier und ihre Wohnung. Im Wedding? Das überrascht nur die, welche mit einseitigem Blick auf den Bezirk schauen. Einige dieser Künstlerinnen und Künstler haben sich im Verein
Kolonie Wedding, ansässig im Soldiner Kiez, zusammengeschlossen. Drei von ihnen stellten ihre Arbeiten in unserer Galerie vor.
Marlene Jachmann, geb. in Rudolstadt, Malerin und Musikerin, interessiert sich in ihren Werken "für Bäume und Pflanzen. Im zeichnerischen Erfahren des mir gegenübertretenden Organismus geht es mir um die Benennung sich herauskristallisierender Fragmente".
Mehr Informationen über Marlene Jachmann
Elena Ilina, geb. in Odessa, Ukraine, arbeitet viel mit Fundstücken jeder Medienart, um ihnen "eine zweite Chance zu geben, eine Möglichkeit der Rückkehr in eine neue Situation, eine fremde Umgebung, einen anderen Zusammenhang".
Mehr Informationen über Elena Ilina
Armin Kauker, Berliner, zeigt Arbeiten, die aus einem Kunstprojekt im Zusammenhang der Erneuerung der Laternenbekrönung mit dem Kreuz des Berliner Doms entstanden sind. Aus nicht verbrauchten Materialien schuf er eindrucksvolle Collagen.
Mehr Informationen über Armin Kauker
Dauer der Ausstellung: 24. Februar - 18. März 2011
Vernissage:
Mittwoch, 23. Februar 2011, 18 Uhr
Die Künstler waren anwesend und wollten mit uns reden.
Finissage:
Freitag, 18. März 2011, 18 Uhr
Zur Finissage der bemerkenswerten Ausstellung luden wir Sie zu einer Podiumsdiskussion ein:
Kunst als Motor der Stadtentwicklung - was Künstler leisten können?
Es diskutierten miteinander
-
Antonia Herrscher, freie Journalistin, Architektin
-
Marlene Jachmann, Künstlerin, Galerie Eiswürfel, Kolonie Wedding
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Iris Wessolowski, Kulturmanagerin, Kolonie Wedding
-
Ralf Wieland, MdA, Vorsitzender Hauptausschuss
Moderation:
Eckhardt Barthel
Den Rahmen der Diskussion in unserer Galerie gaben die ausgestellten Bilder von Marlene Jachmann, Elena Ilina und Armin Kauker. Es war die letzte Möglichkeit, die Ausstellung zu sehen.
Besuchen Sie auch
www.koloniewedding.de.
Zeichnungen und Aquarelle aus der Nachkriegszeit von Egmont Schaefer (1908 - 2004)
Egmont Schaefer hat so etwas wie ein berlinisches Menschenbild in seiner Zeichnung.
J. Semrau
Egmont Schaefer gehört zu den großen Zeichnern unserer Stadt, die erst in einer späten Schaffensphase von einer breiten Öffentlichkeit entdeckt wurden. Das Schicksal seines Lebens und seiner Kunst liest sich wie ein bewegender Roman. Die Galerie im "Willy-Brandt-Haus" widmete ihm 2002 - zwei Jahre vor seinem Tod - eine große Ausstellung seines Lebenswerks. Zu seinem 100sten Geburtstag erschien ein schöner biografischer Band mit zahlreichen Abbildungen, herausgegeben von Jens Semrau. Er schreibt darin: "Von Anfang an und bis zuletzt ist das Großstadtleben sein Thema, vor allem "die Leute", die Menschen in der Großstadt. Die aufs Phantastische und Groteske angelegte Grundstimmung muss als eigene Deutung der sozialen Zusammenhänge verstanden werden."
Dauer der Ausstellung: 9. Dezember 2010 - 7. Januar 2011
Ausstellungseröffnung:
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Begrüßung:
Winfried Sühlo
Einführung:
Jens Semrau
Wir danken Jens Semrau und dem "Berliner Kabinett e.V." für die Leihgaben und für großzügige und gute Zusammenarbeit bei Vorbereitung und Gestaltung der Ausstellung. Das biografische Buch kann in der Galerie für 20 Euro erworben werden.