Ein wachsamer Chronist unserer Stadt: Paul Glasers Blick auf Berlin

Foto: Paul GlaserPaul Glaser ist eine Berliner Institution. Seit vier Jahrzehnten begleitet seine Kamera das Leben in der Stadt zwischen Weltpolitik und Kiezproblemen und schießt lokale Berliner Fotos. „Aber die Weltprobleme kamen zu mir in die Stadt. Ich brauchte sie nur zu fotografieren“, sagt Glaser. Früher als Andere hat er Berlin als Einwanderungsstadt begriffen, und so dokumentieren seine Fotografien in einzigartiger Weise die Veränderungen im Berliner Straßenbild nicht nur in städtebaulicher, sondern auch in kultureller Hinsicht. Das beginnt in Schwarzweiß im eingemauerten West-Berlin und führt hin zu der offenen und bunten Metropole, die die wiedervereinigte Hauptstadt heute ist. Die Fotos wurden von Texten in Glasers eigenen Worten begleitet – direkt, ehrlich und gern politisch inkorrekt.

In Kooperation zwischen ABI August Bebel Institut und Kulturforum Stadt Berlin

Dauer der Ausstellung: 26. August bis 21. September 2011

Vernissage:
Freitag, 26. August 2011, 18 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung waren anwesend:

  • Paul Glaser
  • Nikolaus Sander (Kulturforum)
  • Daniela Honigmann (ABI)
  • Norbert Meissner (Senator a. D.)

Nikolaus Sander, Paul Glaser und Ingo Siebert

Begleitprogramm
Do 8. September 2011, 18-20 Uhr: Diavortrag „Wilde Zeiten“
Paul Glaser hat mit einem Diavortrag und seinen pointierten Kommentaren Hintergründe der Fotos beleuchtet, über längst vergangene, wilde Mauerzeiten erzählt und aufgezeigt, warum sie uns heute noch angehen. Einführung Hans Nisblé, Vorsitzender des AWO Landesverbands Berlin e.V.

Mi 21. September 2011, 19-21 Uhr: Wahlanalyse und Finissage
Die Finissage nutzten wir für eine Analyse der Wahlen vom 18. September 2011. Mit Blick auf das Ergebnis wurden die Relevanz der in der Ausstellung angesprochenen Themen diskutiert, so etwa die Veränderungen in der Arbeitswelt, Freiheiten und Rechte von Bürger/innen und die Bedingungen einer multikulturellen Gesellschaft. Mit Prof. Dr. Oskar Niedermayer und Prof. Dr. Nils Diederich.